scripsi – Worte als Zeugen

Victor Klemperer wieder gelesen

Die aktuelle Lage auf der Welt zeigt einmal mehr die zerstörerische Kraft totalitärer Regime. Sie fressen sich nicht zuletzt in die Sprache. Kaum jemand hat das so genau dokumentiert wie Victor Klemperer.

6. August 2026

„Meiner Frau Eva Klemperer. […] Denn ohne Dich wäre heute dieses Buch [LTI] nicht vorhanden und auch längst nicht mehr sein Schreiber.“ (1947)

Kommentar: Der Romanist Victor Klemperer überlebte als Jude in Dresden tagebücherschreibend die NS Herrschaft, weil er mit der Pianistin Eva Klemperer, einer sog. Arierin, verheiratet war. Sie brachte auch seine Manuskripte bei einer Freundin in Sicherheit.


Jeden Tag ein Zitat aus seinen Tagebüchern (Datumsangabe) oder seiner LTI.

Hinzu kommt ein Kommentar. Meist inspiriert von Georges Didi-Hubermans Buch über Klemperer „Le Témoin jusqu’au Bout“ (Paris 2022) / deutsch: Zeugenschaft bis zum Letzten (Konstanz 2024) aber auch von Hannah Arendt, Timothy Snyder u.a. Jeweils in Klammern angegeben (GDH) oder mit ausgeschriebenem Namen.