Das Zentrum für evangelische
Gottesdienst- und Predigtkultur

Auch heute sollen Impulse für Gottesdienst und Predigt vom historischen Ort der Reformation ausgehen!
Dazu bieten wir unterschiedlichen Gruppen und Einzelpersonen Veranstaltungen und Coachings an.
Auf dieser Website und in Buchform veröffentlichen wir Materialien und Impulse für die Arbeit an Gottesdienst und Predigt.

Praxis

Die Existenzweise von Religionen ist Praxis. Sie findet ihren Ausdruck in konkreten Tätigkeiten: hören, sehen, lesen, forschen, singen, beten, knien, küssen, essen, trinken, schweigen, weinen, und andere. Diese Tätigkeiten haben zwei Besonderheiten. Sie sind offen auf andere/s hin und sie sind werklos. Sie haben kein Werk. Sie sind umsonst, sola gratia. Ihre Grundform ist glauben … 

Diese Tätigkeiten finden auch in anderen Lebenswelten statt. Somit ermöglichen sie offene Verbindungen zwischen Lebenswelten. Dabei wirken sie wechselseitig und verlebendigend.

Gehen die Verbindungen verloren oder kommen diese Tätigkeiten abhanden, verdorrt Religion. Übrig bleiben Verwaltung und Selbstbezug. Nicht zuletzt deshalb ist es wichtig, Praxis zu pflegen, was den Tätigkeiten eine Weitere hinzufügt: etwas immer wieder tun: üben.

Beim Üben kommt es nicht darauf an, wie man etwas findet, sondern was man findet. Üben rechnet damit, dass man sowieso weniger versteht, als man denkt. Es ist insbesondere der wiederholende Charakter des Übens, der zunächst zu einer enttäuschenden Erkenntnis führt: man erkennt immer nur das, was man schon kennt. Doch schließlich tun sich in Wiederholungen versteckte Differenzen auf und man beginnt, Unterschiede wahrzunehmen, die gestaltbar sind.

Im Zusammenhang von Gottesdienst und Predigt entwickeln sich Differenzen zu Unterschieden, die erheblich sind und sich zunehmend als entscheidend erweisen werden. Da gibt es so grundlegende Unterschiede wie den zwischen Selbstreferenz und einer denkerischen Praxis, den zwischen Selbstbespiegelung und einer spirituellen Praxis und den zwischen Selbstdarstellung und einer homiletisch-liturgischen Praxis.

Diese Unterschiede wiegen umso schwerer, je mehr Erfahrung im Sinne von aufgewühltem Leben die Menschen in Gottesdienste mitbringen: Trauer um den Tod von Menschen, besonders durch Krankheiten und Hitze, Ängste vor Krieg und Zerstörung der Landschaften, allgemeines Unbehagen an der Weltlage und konkrete Nöte. Da helfen Überzeugungen nur bedingt. Doch wo sollen die Menschen damit hin? Wo gibt es Orte der Trauer, des Klagens und Weinens? Aber auch einer gemeinschaftlichen Festlichkeit, die Denken und Poesie nicht ausschließt? Also Schutzorte, an denen man Dinge tun kann, die trösten?

Derartige Orte zu gestalten und gastfreundlich annehmbar zu öffnen für verschiedenste Menschen, darin besteht der unerlässliche Dienst von Kirchen und Gottesdiensten für unsere aktuell so zerfaserten Gesellschaften.

Aber Praxis kann man sich nicht einfach ausdenken als theologische Laubsägearbeit. Sie wird im Tun erfunden, reift behutsam und bildet etwas Verlässliches heraus, an dem andere Anteil nehmen können.

diy

Kann man/frau ein Coaching online selbst machen? Mit diesem Ziel, haben wir eine sogenannte slot-machine entwickelt…

Blogmachine

Die Einträge in meinem Blog breiten Material unterschiedlicher Disziplinen aus. Dies soll hier über verschiedene Zugänge, Suchfunktionen und thematisch orientierte Kombinationsmöglichkeiten verfügbarer gemacht werden.

Blog – Dietrich Sagert

Denken gehört zu Predigt und Liturgie wie die Arbeit an Sprache und Manuskript und das Üben an Sprechen und Auftritt. Lesend macht sich das Denken auf den Weg. Es gewährt damit zugleich einem Begriff Einlass in seinen denkerischen Vollzug, der einer schlichten aber auch einer komplex lehrhaften Wiederholung meist entgeht: die Differenz.

LABORa

experimentelle liturgische Formen

LABORa ist das liturgische Werkstattformat der Stiftung St. Matthäus Berlin und des Zentrums für evangelische Gottesdienst- und Predigtkultur. Einmal im Quartal arbeiten Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Disziplinen direkt mit an einer provisorischen gottesdienstlichen Form.

Miniaturen

8 Miniaturen zum Thema Weltuntergänge

Weitere Themen von Miniaturen: Frieden, Kirche und Macht; Kirche, Medien und Digitalität; minderheitlich werden

Alex Stock

Aus der „Poetischen Dogmatik“ und anderen Werken

Der katholische Theologe Alex Stock (1937-2016) ist vor zehn Jahren gestorben. Aus diesem Anlass bringen wir zwölf unterschiedliche Texte von ihm zu Gehör. Jeden Monat einen Text aus der „Poetischen Dogmatik“ oder anderen Werken. Im September: „Die Götter Griechenlands“.

Coaching – cura

Wir nennen unser Coaching cura. Das lateinische Wort enthält Aspekte von Pflege, Sorge und Zuwendung. Mit dieser Grundhaltung arbeiten wir vor allem mit Pfarrerinnen und Pfarrern, aber auch mit Prädikantinnen, Lektoren und Diakonen. Unser Ziel ist es, sie auf dem Weg zu ihrer eigenen, glaubwürdigen und wirksamen Predigtsprache und einem authentischen, überzeugenden Auftritt im Gottesdienst zu begleiten.

cura vocalis

In der cura vocalis blicken wir gemeinsam auf den stimmlich-ästhetischen Gestaltungsraum: Nah- und Fernwirkung, mit und ohne Mikrofon Nähe und Distanz, Form und Emotion. Ein Coaching für stimmliche Souveränität und Ausdruck im Gottesdienst.

cura liturgica

Die cura liturgica widmet sich Ihrer Gottesdienstpraxis auf dem Wege von Wahrnehmung und Veränderungen. Hierbei richtet sich unsere Aufmerksamkeit sowohl auf Ihre liturgische Sprache als auch auf Ihren Auftritt bei den unterschiedlichen Elementen eines Gottesdienstes.

cura homiletica

Die cura homiletica widmet sich Ihrer Predigtpraxis auf dem Wege von Wahrnehmung und Veränderung. Hierbei richtet sich unsere Aufmerksamkeit sowohl auf Ihre Predigtsprache und Predigtkomposition als auch auf Ihren Auftritt bei einer Predigt.